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Domainnamen, A-Records, DNS & Co. – Wie stelle ich eine Webseite ins Internet?

Stehen Sie vor der Herausforderung, eine Webseite live zu schalten? Begriffe wie DNS, IP, Nameserver etc. sagen Ihnen zwar etwas, jedoch fehlt Ihnen der detaillierte Überblick. In diesem Artikel werden die gängigen Begriffe und die nötigen Schritte beschrieben, die Sie kennen sollten, um den Launch oder Re-Launch einer Webseite mit allen beteiligten Instanzen reibungslos abwickeln zu können.

DNS System Illustration - Go Live Website

Für das Go-Live einer Website braucht es eine gute Koordination

Wichtig ist es, sämtliche beteiligten Instanzen im Vorfeld eines Launches zu kontaktieren, um nicht mit Überraschungen konfrontiert zu werden, wenn die Webseite bereit ist für das Go Live.
Im Extremfall ist ein Hosting Provider, ein Registrar, ein DNS-Hosting-Anbieter und eine SSL Zertifikatsstelle involviert.

Wir von Dream Production arbeiten mit ausgewählten Hosting-Providern, Registraren, SSL Zertifikatsstellen und DNS-Hosting-Anbietern zusammen und erledigen für unsere Kunden die gesamte Koordination des Go Lives einer Webseite.

Ihre Webseite ist also fertig programmiert, alles ist getestet und funktioniert. Als erstes sollten nun die Dateien Ihrer Webseite auf einen Webserver geladen werden. Dazu brauchen Sie einen Hosting Provider.

Was ist ein Hosting Provider?

Der Hosting Provider stellt den Speicherplatz für die Webseite auf einem Webserver zur Verfügung. Er betreibt die gesamte Webserver-Infrastruktur (Hard- und Software) und stellt sicher, dass die Webseite im Internet abrufbar ist. Wichtig dabei ist unter anderem, dass der Webserver sämtliche technischen Anforderungen der Website unterstützt. Beispielsweise eine Drupal Webseite sollte bei einem Hosting Provider gehostet werden, der entsprechende Drupal-Erfahrung hat. Die Entwickler der Website wissen in der Regel am Besten, was das Hostingpaket erfüllen muss, damit die Website stabil läuft.

Wenn Sie nun die Webseite auf einem Webserver aufgeschaltet haben, ist die Webseite noch nicht unter einem Domainnamen aufrufbar. Die Webseite ist dann zwar im Internet verfügbar, aber ausschliesslich unter einer IP-Adresse. Wie wird nun sichergestellt, dass unter einem Domainnamen eine Webseite aufgerufen werden kann?

Einerseits muss nun der Webserver so konfiguriert werden, dass er die Website unter der Domain zeigen kann. Des Weiteren braucht es noch die korrekten Einstellungen in der DNS der Domain.

Was ist das Domain Name System (DNS)?

Das Domain Name System verbindet Domainnamen mit IP-Adressen. Nachfolgend wird das Domain Name System vereinfacht erklärt:

Desktops, Laptops, Smartphones oder andere an das Internet angeschlossene Geräte können ausschliesslich über IP-Adressen (zum Beispiel: 123.12.12.12) miteinander kommunizieren. Wenn Sie nun den Domainnamen einer Webseite (bspw. www.dreamproduction.com) im Browser eingeben, spielt sich im Hintergrund einiges ab, bis die korrekte Webseite in Ihrem Browser dargestellt wird. Der Browser findet mittels eines DNS Lookup heraus, bei welcher IP-Adresse der Inhalt ihrer aufgerufenen Webseite gefunden werden kann. Das Domain Name System besteht aus einer Vielzahl an weltweit verteilten Nameservern, welche miteinander kommunizieren und dadurch die Information, welche IP-Adresse zu welcher Domain gehört, bereitstellen können.

Sie wissen bereits, unter welchem Domainnamen die Webseite aufgerufen werden soll? Nun müssen Sie mit dem Registrar sicherstellen, dass die DNS-Konfiguration des entsprechenden Domainnamen korrekt hinterlegt wird.

Was ist ein Registrar?

Der Registrar verwaltet die Domainnamen. Es kann sein, dass der Hosting Provider auch die Rolle des Registrars wahrnimmt oder es können zwei unterschiedliche Instanzen sein. Bei einem Registrar kann auch ein neuer Domainname registriert werden. Der Registrar hinterlegt, welche Nameserver für eine Domain aktiv sind. Es kann auch sein, dass der Registrar gleich eigene Nameserver zur Verfügung stellt. Oder die Nameserver werden unabhängig vom Registrar von einem DNS-Hosting-Anbieter betrieben.

Was ist ein DNS-Hosting-Anbieter, was ist ein Nameserver, was sind Zonenfiles?

Ein DNS-Hosting-Anbieter hostet und verwaltet die Domain Name System (DNS)-Einträge einer Domain. Der DNS-Hosting-Anbieter kann eine eigene Instanz sein oder der Registrar kann dies ebenfalls abdecken. Auf dem Nameserver sind sämtliche DNS-Einstellungen einer Domain in sogenannten Zonenfiles gespeichert. Eine Domain kann mehrere Nameserver hinterlegt haben.

Sie müssen den DNS-Hosting-Anbieter wissen lassen, zu welcher IP-Adresse der Domainnamen führen soll. Diese Angabe wird dann in Form eines A-Records oder AAAA-Records in der DNS-Konfiguration hinterlegt. Je nach DNS-Hosting-Anbieter können Sie die A-Records oder AAAA-Records auch selbst in einem Interface eintragen, welches der Anbieter zur Verfügung stellt.

Die IP-Adresse des Webservers erhalten Sie vom Hosting-Provider.

Ausschliesslich Eingaben, welche im Zonen-File des Nameservers gemacht werden, der SOA (Start of Authority) für die Domain hat, sind gültig.

Was ist ein A-Record oder AAAA-Record?

Der A-Record ist Teil der DNS-Einstellung eines Domains. Er legt fest, zu welcher IP-Adresse ein Domainname (bspw. www.dreamproduction.com) führt. Ein A-Record verbindet eine Domain mit einer IPv4 Adresse, ein AAAA-Record verbindet eine Domain mit einer IPv6 Adresse.

Wenn die korrekte IP-Adresse in den A-Records der Domain hinterlegt wurde, führt die Eingabe des Domains in den Browser zu der neuen Webseite. Je nach TTL (Time to Live) Einstellung, kann es aber bis zu mehreren Tagen dauern, bis die gemachte Änderung des A-Records greift. Daher ist es erforderlich mit dem DNS-Hosting Anbieter auch die aktuell gültige TTL für die Domain zu besprechen und diese allenfalls herunter zu setzen vor dem Go Live.

Was ist TTL (Time to Live)?

Die TTL ist die Gültigkeitsdauer eines Eintrags im Zonenfile der Domain. Diese wird in Sekunden hinterlegt. Eine TTL von 86400 Sekunden bedeutet beispielsweise, dass Änderungen erst nach 24 Stunden gültig werden. Die kürzeste nach Standards zulässige TTL beträgt 600 Sekunden.

Sobald also die Dateien der Webseite auf einem Webserver aufgeschaltet sind, der Webserver für die Domain konfiguriert ist und die DNS-Einstellungen korrekt auf der Domain hinterlegt wurden, steht einem erfolgreichen Go Live der Webseite nichts mehr im Wege.

Was sind SSL Zertifikate und was ist https?

SSL-Zertifikate (Secure Sockets Layer) sind digitale Zertifikate, die eine sichere, verschlüsselte Verbindung zwischen einem Webbrowser und einem Webserver ermöglichen. Sie gewährleisten, dass Daten, die zwischen Nutzer und Webseite übertragen werden, vor Dritten geschützt sind.

Wenn eine Webseite ein SSL-Zertifikat besitzt, wird die Verbindung über das HTTPS-Protokoll (Hypertext Transfer Protocol Secure) hergestellt. Dies ist eine sichere Erweiterung des herkömmlichen HTTP-Protokolls und sorgt dafür, dass sensible Informationen – wie Passwörter, Kreditkartendaten oder persönliche Daten – nicht von Hackern abgefangen werden können.

Ein SSL-Zertifikat bestätigt außerdem die Identität der Webseite und wird von vertrauenswürdigen Zertifizierungsstellen (CAs, Certificate Authorities) ausgestellt. In den meisten Browsern wird eine sichere Verbindung durch ein Schloss-Symbol in der Adressleiste angezeigt.

Für Webseitenbetreiber ist ein SSL-Zertifikat nicht nur aus Sicherheitsgründen wichtig, sondern auch für das Vertrauen der Nutzer und das SEO-Ranking bei Suchmaschinen wie Google.

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